Um die Wahrhaftigkeit des Propheten Muhammed (Friede sei mit ihm) zu beurteilen, muss man sich eine einfache Frage stellen: Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mann, der weder lesen noch schreiben konnte (Ummi), in einer Gesellschaft ohne Universitäten, Mikroskope oder Teleskope, wissenschaftliche Fakten nennt, die sich erst 1400 Jahre später als korrekt erweisen?
Ein falscher Prophet würde vage bleiben oder die Mythen seiner Zeit wiederholen (z.B. dass die Erde auf einem Wal ruht). Der Prophet des Islams hingegen machte präzise Aussagen über die Entstehung des Lebens und des Universums, die der modernen Wissenschaft standhalten.
Die Embryologie: Der Mensch als „Kletterpflanze“
Eines der faszinierendsten Beispiele ist die detaillierte Beschreibung der fötalen Entwicklung im Mutterleib. Zu einer Zeit, als man glaubte, der Mensch sei im Sperma bereits fertig als winziger Homunkulus enthalten, beschrieb der Koran einen stadienhaften Prozess.
In Surah Al-Mu’minun (23:12-14) heißt es:
„Hierauf machten Wir ihn zu einem Samentropfen (Nutfah) in einem festen Aufenthaltsort. Hierauf schufen Wir den Samentropfen zu einem Anhängsel (Alaqah), und Wir schufen das Anhängsel zu einem gekauten Fleischklumpen (Mudghah)…“
Das arabische Wort „Alaqah“ hat drei Bedeutungen:
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Blutegel
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Etwas, das sich anhängt/anklammert
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Geronnenes Blut
Unter dem Mikroskop sieht ein menschlicher Embryo im frühen Stadium (ca. Tag 24-25) tatsächlich verblüffend wie ein Blutegel aus. Zudem verhält er sich so: Er klammert sich an die Gebärmutterwand und ernährt sich vom Blut der Mutter. Dass der Prophet diesen mikroskopischen Vergleich ohne technische Hilfsmittel zog, ist rational nur durch göttliche Offenbarung erklärbar.
Kosmologie: Das expandierende Universum
Bis ins frühe 20. Jahrhundert glaubte die Wissenschaft (einschließlich Einstein zunächst), das Universum sei statisch – es habe schon immer existiert und verändere seine Größe nicht. Erst Edwin Hubble entdeckte die Expansion des Weltalls.
Der Koran erwähnte diese Tatsache jedoch schon vor 14 Jahrhunderten in Surah
Adh-Dhariyat (51:47):
„Und den Himmel haben Wir mit Kraft aufgebaut, und Wir weiten (ihn) wahrlich (ständig) aus.“
Die Formulierung „wir weiten ihn aus“ (im Arabischen mūsiʿūn) beschreibt exakt die moderne astrophysikalische Erkenntnis, dass sich der Raum zwischen den Galaxien beständig vergrößert. Wie hätte ein Wüstenbewohner dies wissen können?
Der Ursprung des Lebens aus Wasser
In der Wüste Arabiens ist Wasser kostbar, aber niemand wäre auf die Idee gekommen, dass alles Leben, selbst das trockenste Insekt, fundamental aus Wasser besteht. Zytoplasma, die Grundsubstanz der Zelle, besteht zu ca. 80% aus Wasser.
Der Koran stellt in Surah Al-Anbiya (21:30) die rhetorische Frage an die Ungläubigen:
„…und Wir haben aus dem Wasser alles Lebendige gemacht. Wollen sie denn nicht glauben?“
Diese biologische Grundwahrheit, die heute jedes Schulkind lernt, war damals revolutionär.
Die Aufforderung zur Wissenschaft
Ein weiterer Beweis für die Wahrhaftigkeit ist die Haltung des Propheten zum Wissen selbst. Sektenführer und falsche Propheten fürchten oft Bildung, da sie kritisches Denken fördert. Der Prophet Muhammed (s.a.w.) hingegen erhob das Lernen zum Gottesdienst.
Er sagte:
„Das Streben nach Wissen ist eine Pflicht für jeden Muslim.“ (Überliefert bei Ibn Majah)
Er verknüpfte Vernunft und Glaube untrennbar miteinander. Diese Haltung führte später zum „Goldenen Zeitalter des Islams“, in dem Muslime die moderne Optik, Algebra und Chirurgie begründeten. Ein System, das auf Lüge basiert, hätte die Überprüfung durch die Wissenschaft gefürchtet; der Islam forderte sie heraus.
Fazit dieses Punktes: Die Übereinstimmung der koranischen Aussagen mit modernen wissenschaftlichen Fakten ist kein Zufallstreffer. Sie ist ein systematischer Beweis dafür, dass der Prophet Muhammed (s.a.w.) Zugang zu Wissen hatte, das nicht von dieser Welt stammte, sondern vom Schöpfer der Naturgesetze selbst.